August 2006


Oder wie sie den Westen entdeckten.

„Nachdem ich in diesem schönen Paradies auch noch ein Auto bekommen hatte und auch schon eine Weile damit rum gefahren bin, habe ich so ein unheimliches, großes Haus gesehen in das ständig irgendwelche Autos gefahren sind. Das hatte ich mit meinem Auto noch nicht gemacht – in ein Haus fahren, wie cool ist das denn. Also wollte ich da auch rein. Aber da waren Schranken, da wo man rein fahren konnte und diese Leute in den Autos die da rein fuhren hatten irgendwelche Karten mit denen sie die Schranken auf machen konnten oder irgendwas. Meine Neugier hielt an und ich fuhr mit meinem Schlaraffenland-Auto mehrmals um dieses Haus herum – ich wollte ja nicht, dass ich mich sogleich als neugieriger, dummer Ossi zu erkennen gebe der keine Ahnung hat wie man da rein kommt.
Aber wir Ossis sind ja immer sehr geschickt im Bespitzeln wenn wir was wollen, dann kriegen wir es auch. Ich habe es ja nicht geglaubt als ich es entdeckt hatte, aber die haben da gar keine Karten rein gesteckt – da kamen Karten raus!“  Na, dann bin ich natürlich auch gleich mal reingefahren – in dieses Parkhaus.

[update]

Das war die herzerwärmende Parkhausentdeckungsgeschichte eines ganz lieben Ex-Ossis.

Jetzt habe ich gestern im GEO entdeckt, dass es in Afrika Menschen gibt die glauben, dass bei uns das Geld aus der Wand kommt – stimmt ja irgendwie auch 😉

Kennt Ihr das? Friseure haben ja immer das Gefühl, dass sie einem die neuesten Geschichten aus ihrem Leben erzählen müssen. Da frage ich mich manchmal auch, ob die ihre Geschichten, wie so manche Blogger, ein wenig ausschmücken. Manchmal frage ich mich, ob man als Friseur wirklich so ein spannendes Leben führt.
Eine Geschichte möchte ich mal weiter erzählen von einem Friseur aus dem Westend.
Der Friseure:„Also weist Du, ich bin da vor kurzem mal im Puls“ (Ein, doch recht ansehnlicher Laden für Homosexuelle, mit Bistro, Bar und hin und wieder auch Disco) und da sagt er mir doch tatsächlich, das er nicht Schwul ist. “Da bin ich mit meinem Mitarbeiter hingegangen (eine extrovertierte Tucke vom allerfeinsten) weil der immer gesagt hat, dass man den Laden kennen muss.“ Ich kann das bestätigen, auch für nicht-Schwule ist dieser Laden gut auszuhalten. Er wieder: „Da waren dann schon so komische Typen drin, die haben mich immer angeschaut und dachten wahrscheinlich, das wir ein Pärchen sind.“ Kann ich verstehen in so einem Laden und das die Typen so komisch geschaut haben, lag wohl daran, dass sein Mitarbeiter ungefähr halb so alt war wie er selbst. „Naja, also als ich dann irgendwann gehen wollte, sind diese Typen dann auch gegangen und haben draußen dann zu Fuß den Heimweg angetreten, während ich noch mein Taxi suchte. Da standen leider keine Taxis rum, also habe ich mich weiter suchend, der Himmelsrichtung meiner Wohnung genähert. Als ich um die Ecke bog wo der kleine Park ist, fand ich das ganz schön dunkel, bin aber mutig weiter gegangen. Auf der Höhe des Parks, haben mich dann aus dem Dunkel zwei Männer angesprochen – ob ich ihnen Geld leihen könnte. Aber da war ich ja schon ein bisschen vorsichtig – man weis ja nie und sage ‚tut mir Leid, kann ich nicht helfen’“.
Also ich weis ehrlich gesagt nicht, was ich in diesem Moment gemacht hätte, wenn mir das passiert währe und ich weis genau so wenig, was er mir damit sagen wollte. Doch er erzählte noch weiter. „Man weis ja nie, ob die einem dann das Portemonnaie aus der Hand reißen. Und dann sind die auf einmal aggressiv geworden. Der eine von denen hat mich so leicht angeschubst, ich bin gegen den anderen gefallen und der hat mich dann fest gehalten. Ich hatte so einen Schiss bekommen und habe laut nach Hilfe gerufen doch das hat nicht geholfen. Sie haben mir Backpfeifen gegeben, bis endlich ein paar Leute um die nächste Ecke kamen. Ich habe mich nicht getraut noch einmal nach Hilfe zu rufen aber das machte nichts, denn die Jungs hatten von mir abgelassen – mit meiner Kohle und dem üblichen Inhalt.“ Der bei dem einem die Schreibhand weh tut, wenn man ihn wieder beschafft? „Ja, ich kann dir sagen – so eine Scheisse. Machtachtundsiebzigeuro (grinst).“ Waaaas, ich bin doch keine Frau, die `ne Hochsteckfrisur bestellt hat. Ach Bornheim, ich hab’ dich so lieb.

Am Wochenende hat mich ein Freund aus dem hohen Norden besucht. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen und hatten uns viel zu erzählen.
Er ist inzwischen 38 ledig und wohnt wieder bei seiner Mutter. Da gibt es dann ganz andere Themen über die man spricht – weil ihn ja auch ganz andere Dinge beschäftigen.
Also erzählt er mir, dass ihm seine Mutter einen Hocker in Badezimmer gestellt hat. (Okay? sagte ich in erwartungsvoller Haltung – was jetzt wohl für eine Story kommt?) „Ja“ sagte er weiter „Sie meinte das ich was für meine Sachen brauche, irgendwo müsse ich diese ja ablegen können.“ (Nun habe ich mich schon nicht mehr bewegt und obwohl ich es merkte habe ich auch meinen Mund offen gelassen, aus Angst die gleich kommende Mega-Pointe zu verpassen) Mein Freund weiter: „Was glaubt die denn, dass ich es mir da im Bad gemütlich machen will? Ich habe den einfach wieder raus in den Flur gestellt – und am nächsten Tag stand er dann vor meinem Schuhregal. Sag mal, Bornheim, meinst du die wollte mal ein bisschen reden?“ (…)

Herrn Klepptenberger von Telepolis ist es wunderschön gelungen, die neuen Karriere-Möglickeiten im web 2.0 beschreiben. Und wenn man es geschickt anstellt, könnte man das als Businessplanvorlage beim AA verwenden. Wenn man bspw. Überbrückungsgeld oder eine Ich AG beantragen möchte.

geht einer fremd. – das geht nah. (nicht das fremd!) nah geht, dass fremd – einer geht.

Was Die wohl meint? Vielleicht könnte da der Herr Bandini helfen auch wenn er seine Gewissensfrage zurückgenommen hat. *lach*
Hmm, draussen ist es jedenfalls so dunkel, dass ich mir das heute mal anschauen werde.

[update]
Bin da gewesen und habe mich am Ende darüber geärgert, dass ich mich mal wieder verspätet hatte. Denn Uta Köbernick ist richtig witzig und sehr gut drauf und hat mit ihren natürlich-subtilen Wortspielereien, dass wegen dem eher kalten Wetter geringe Publikum dazu gebracht, mehrere Zugaben zu genießen, die es sich durch den großartigen Applaus wohlverdiente.

Es ist doch immer das Gleiche. Es kommt wie es kommen muss. Ich habe es immer gewusst. Das war ja klar.

Wie lange läst sich diese Aufreihung fortsetzen – ohne das es was nutzt? Diese Sprüche bestätigen doch nur das Unvermögen des Menschen, seine Umwelt objektiv zu sehen.

Also wenn es mal Einer schnell auf den Punkt bringen kann, dann der:

the show with zefrank

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