November 2006


Ich bekomme mittlerweile Bauchweh, wenn ich irgendwas mit eplus machen muss. Am Anfang war eplus ein freundliches Unternehmen und es war bemüht um seine Kunden und deren Zufreidenheit.

Seit etwa einem oder einskommafünf Jahren ist alles anders geworden. Man bekommt das Gefühl, das es eplus nicht darum geht seine Kunden glücklich zu machen, sondern eher seine Besitzer oder Anteilseigner.

Bei mir, dem Geschäftskunden fing es damit an, dass ich ein neues Telefon brauchte. Es sollte so eins sein, das auch E-Mails empfangen und verschicken kann, also diese Blackberry Funktion genannt „Push-Mail“ oder so. Und eplus hatte dieses schöne SonyErricson P910i. Von dem wusste ich das es das Emailen kann hatte ich auf der Seite von SE gelesen und bei Voodafon in der Werbung gesehen. Nicht ganz Dumm, fragte ich bei eplus auch gleich, ob das denn auch bei ihnen funktionieren würde. Diese Frage leitete mich durch viele Abteilungen zu sehr vielen unterschiedlichen Menschen, bis in die Technikabteilung von eplus. Da durfte ich mit den Technikern höchst persönlich sprechen und diesen die Frage erneut stellen, ob ich mit dem P910i auch bei eplus die pusch-email Funktion verwenden kann, wenn ich mir das Telefon kaufen würde.  Hahahahahahahahaha! (Sorry, ist mir so raus gerutscht.)

Der hat mir doch in der Tat bestätigt, das die Software dafür gerade noch fertiggestellt wird und es in ca 1 bis 2 Wochen alles laufen müsste. Das ganze habe ich dann noch mal mit ein paar anderen Mitarbeitern gemacht um auch sicher zu sein und mir dann das Handy gekauft.

Nach zwei Wochen rufen ich dort an und frage nach wie der Stand mit der email-Push-dienst Funktion denn sei. Dieses Callcenter Radischen hatte leider keine Ahnung, aber sagte mir, das ich zurückgerufen werde. (Diesen Absatz bitte noch zweimal wiederholen, denn so war es leider auch bei mir)

Jetzt hatte ich die Faxen wirklich dicke, ich liese mich nicht mehr abwimmeln und fing an mit Konsequenzen zu drohen. „Sie haben mir unter falschen Versprechnungen ein Handy verkauft!“ und so weiter. Auch nach mehrfachem Drängen wurde mir kein Vorgesetzter zum anbrüllen gegeben, den ich dringeng hätte brauchen können. Diese auf Naiv getrimmten aussagen, diese Ahnungslosigkeit und Sturheit machen mich wahnsinnig.

Am Ende wollten Sie mir so eine hässliche Blackberry-Gurke (70€ Zuzahlung) anbieten im Tausch genen mein teures SonyErricson (250€ Zuzahlung). „Also darüber muss ich erst mal nachdenken“ war meine Antwort bevor ich aufgelegt habe. Ich wollte nie wieder mit denen zu tun haben und auf der anderen Seite wollte ich GERECHTIGKEIT.

Ich habe meinen Ärger runtergeschluckt ohne ihn los zu werden und jedes mal wenn ich eplus höre, kann ich es wieder spüren. Und jetzt ist das SonyErricson-Handy einfach nicht mehr angegangen nachdem ich es ausgeschaltet habe. Ich werde es einschicken müssen.

….wird fortgesetzt….

gefunden bei Nerdcore

Heute bei SpOn gefunden:

Die Musikbranche will jedoch offenbar einen jahrelangen Rechtsstreit wie mit der Musiktauschbörse Napster vermeiden. „Die Rechteinhaber haben gelernt, dass es nichts bringt, einfach nur draufzuhauen“, sagt Stefan Weikert von Edel Music dem „Handelsblatt“. Der für das digitale Musikgeschäft zuständige Manager warnt jedoch davor, Youtube einfach als kostenlose Werbung zu verstehen. „Der Effekt ist ja genau umgekehrt, die Leute kaufen eher weniger Musik“, behauptet Weikert. „Youtube ist eine tolle Geschichte. Aber sie muss vergütungspflichtig werden.“

Ach, das ist ja komisch. Dann verkaufen die vielen Bands, die sich per MySpace promoten keine Musik, weil der Effekt der Werbung im Internet ein umgekehrter ist? Warum schaffen es dann so viele kleine Bands, zu einer Popularität über das Internet zu kommen, die sich die Musikindustrie nur wünschen könnte?
Einerseits lernt man dazu und auf der anderen Seite, versteht man überhaupt nichts. Ein Beispiel ist doch der Blogger MC Winkel mit seinem neuen Release „Retter der Nation„. Und es gibt viele weitere, die ich jetzt nicht griffbereit habe, die sich jedoch schnell recherchieren ließen und die es noch weiter gebracht haben. Was ist mit den vielen NetLabels? So teure Hobbies können die sich nicht leisten.

Ich kann mir ja vorstellen, dass es für die Musikindustrie wirklich nicht funktioniert. Dieses Mainstream gepoppe geht einem ja schon nach einer Woche auf den Geist und meistens weis man sowas auch schon bevor man sich das überhaupt kauft. Dann lässt man es doch lieber gleich und schaltet das Internet-Radio ein, wo das Stück in seiner Hochphase rauf und runter gespielt wird.

Das ist ja schon irgend wie traurig. Jetzt muss Florian Müller, der sich Jahrelang durch „Die Lobbyschlacht um Softwarepatente“ geschlagen hat, gehen. Weil keines der vielen, unterstützenden Open-Source-Firmen mehr Geld locker gemacht hat? Schade. Da kann ich nur hoffen, dass es nicht zu diesem EPLA kommt. Dadurch würde unsere freie Software-Landschaft warscheinlich brutal zu Schaden kommen.