Mai 2007


Langsam zeichnet sie sich ab, diese schöne neue Welt in der wir leben existieren. Leise und unauffällig schleicht sie um die Ecken der Demokratie, die sich gejagt fühlt, vom unfassbar Bösen. An die Dunkelheit gewöhnt, das sehende Tier, fest im Griff. Festhaltend an einer Sicherheit die keine mehr ist – an eine Vergangenheit erinnert sich der Konservierte, drinnen will er bleiben in der Dose.

Die Ruhe des Eingelegten ist die Ruhe der Toten. Derjenigen die nicht merken, dass die „heile Welt“ ein Trugschluss ist, ein Wunschgebilde der eigenen Phantasie. Nachgeben. Loslassen. Fallen lassen. Hinnehmen.

Mich lässt er toben, dieser Sud aus Selbstbefriedigung. Entreißen will ich mich dieser zähen Masse, die im Glück zu suhlen scheint und doch schon lange, dass Leben hinter sich gelassen hat.

Ich kann nicht schreiben, ich kann fühlen und verstehen – Lieben, auch dem ärgsten Dummbatz lauschen ohne mich zu verlieren. Ich will wecken! Die Menschen wachrütteln ohne sie zu erschrecken. Zeigen was es noch so gibt. Alternativen die ein Glück für Jeden bergen finden.

Doch was passiert, was kommt zurück? Ahnungslosigkeit, Verwunderung, Angst. Angst macht Seele tot, habe ich mal gelesen – irgendwo. Ich kenn‘ Sie auch, die gute alte Angst. Es ist schön zu wissen, dass es sie gibt. Und es ist noch viel schöner sie zu überwinden. Der kann es schaffen, der im kleinen anfängt und die Funken der ersten Versuche erkennt, sie fühlt, sie liebt und braucht und will.

Ich gehe an den Ursprung, zurück zu meiner Jugend, meinem Sohn. Wenn mir diese Welt vergessen scheint, so finde ich sie wieder, in den Augen meines Sohnes oder werde von ihr geküsst, an einem lauen Frühlings morgen, mit blauem Himmel zu dem das Grüne sprießt, wie Hermann Hesses erste Seiten es nicht besser zeigen könnten könnten.

Strahlen tue ich, beim schwelgen in der Jugend und wiederholen kann ich, weil ich eine hatte. ‚Dankbar bin ich dafür, das ich Mensch sein darf und fühlen kann.

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Also, auf auf ins Glück!

Also das sind doch, finde ich, starke Worte für eine süddeutsche Zeitung. Der Schreiberling kommt aber auch aus den Niederlanden, hört sich zumindest so an. Ich mag dieses pragmatische nachdenken ohne Taboos, dass ich immer wieder zu finden scheine, in den Käsköppen 🙂

Tausche Urheberrecht gegen Grundgehalt!

Der verliebte Herr Bandini, er hatte ja mit dem Schreiben aufgehört – aus gutem/traurigem Grunde. Doch jetzt hat es ihn wieder gepackt, er ist zurück in der Blogosphäre und schreibt jetzt für die neue Bodenständigkeit. Sein altes Blog kann er wohl doch nicht so recht loslassen und schreibt von Z.z.Z. im gewohnten Stil aus seinem Herzen.
Da muss ich doch gleich mal nach seinem Feed schauen, damit ich seinen Weibergeschichten nicht mehr verpasse. Aber kommentieren werde ich wohl nicht, dazu müssten Kommentare ohne Anmeldung abgebbar sein – schade…

Bei der Tagesschau gefunden und für erwähnenswert blogbar erklärt.

Nerdcore hat nur einen kleinen Link gepostet. Dabei ist das doch im Grunde die Vorstufe dazu, daß sich jeder einen Chip im Gehirn implantieren lassn muss. Also bis jetzt zwar noch als Bundestrojaner bezeichnet und nur auf dem privaten PC, heimlich vom BKA installiert. (Kommt doch ihr scheiß Wichser und holt mich, überwacht mich, foltert mich und alle Bürger auch, die ihr vor sich selbst schützen müsst!) So viel anders ist es nicht mehr, denn was ist es, was auf einem heimischen PC lagert? Familienfotos, evtl. auch aus dem Schlafzimmer (Ja ja, ihr geilen Bullen-Böcke), dann dieverse eMails mit Bekannten, Freunden und Geschäftlichem und nicht zu vergessen meine Hobbys, Vorlieben und Krankheiten. Am Ende weis man alles über mich und leider gar nix, aber wenn es darum geht einen Schuldigen zu finden, wird es in Zukunft leicht. Denn jetzt muss ein Polizist nur noch ein Überwachungsprogramm starten, die entsprechenden Filter aktivieren und schon kann er sich aus einer langen Liste extrem schuldiger Bürger bedienen. Bürger wie Du und ich.

Für die die noch keinen haben.

Was schreibt die BILDungszeitung zu dem Thema?

Mal ganz ehrlich, ich meine, dass ich mich sicherer fühlen würde, wenn ich wüßte, dass irgendwelche Hamas oder Osamas in Deutschland Bomben legen wollen. Davor könnte ich mich schützen, denn ich brauche keine Hochhäuser und ich habe auch noch niemandem in seinem eigenen Land gesagt wo es lang geht und ich bin auch kein gepäppelter Bauer, der von Zollbestimmungen profitiert. Und ich bin mir meiner Dämlichkeit bewusst, wenn ich zur Wahl gehe.

Ach, das musste jetzt einfach mal raus…..

Wenn man das: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht ließt,

dann kann man das: Amnesty beklagt „Politik der Angst“ vielleicht besser verstehen. Aber man darf es nicht einfach so hinnehmen, denn sonst wird es noch schlimmer (…soll ich hier jetzt einel Liste mit dem Versagen der Politik anfertigen…?)

Niemals, dafür gibt es den Bund der Steuerzahler, ich picke mir lediglich ein paar aktuelle Perlen der unbewussten, konsequenten, stumpfen Blindheit von Politikern herraus und lass mich dazu aus.

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