SpOn berichtet über eine neue Software mit der man die Bewertungen bei YouTube und anderen Diensten beeinflussen kann. Das spannende daran ist, dass sich die sogenannten Internet-Entrepreneure darüber aufregen. Damit zeigen sie mir, dass die technischen entwicklungen zu schnell sind und das Verstehen nicht hinterher kommt. Wie immer wenn etwas nicht verstanden wird, entsteht Angst 😉

Das Prinzip von Collactive beschreibt SpOn so:

„…Der Auftraggeber sucht sich eine Nachricht, ein Video, einen Link auf Seiten wie Digg, Reddit oder YouTube aus. Dann definiert er, was Nutzer mit diesem Stück tun sollen – weiterempfehlen, positiv oder negativ bewerten. Dann gibt man die E-Mail-Adressen derjenigen ein, die zum Handeln aufgerufen werden sollen.

Das „Genocide Intervention Network“ speiste über eine Schnittstelle die 30.000 Adressen der Abonnenten seiner Mailing-Liste ein. Das einzige was die Empfänger der E-Mail tun müssen: Auf den Link „Handle jetzt“ klicken – was dieser Klick auslöst, hat der Verfasser im Voraus bei Collactive bestimmt. Die Wirkung im Fall Darfur: Binnen 45 Minuten war der vom „Genocide Intervention Network“ ausgewählte Kommentar das meist empfohlene Stück auf der Seite des Boston Globe….“

Also mal ganz positiv angegangen (Achtung langer Satzbau!): wenn jetzt jeder einen solchen account hätte um damit seine Bewertungen zu pushen, und es sich ebenso jeder aussuchen könnte bei wem er mitmachen möchte, dann könnte ich mich beispielsweise beim Sascha Lobo und dem Wolfgang Schäuble etc. anmelden und würde sozusagen, immer deren Meinung unterstützen. Dieses Prinzip könnte ebenso auf den Staat angewendet werden und man hätte möglicherweise jeden Tag einen neuen Kanzler/Innen 🙂 je nach Popularität.

Versteht Ihr was ich meine oder ist es zu abgedreht?

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