Die letzte Buchung der Orangerie am 22.05.2007, eine dekadente unter-sich-bleiber-Veranstaltung, die dafür extra gewachsene Zäune mitbringt um sich von der Realität ab zu schotten einerseits und dennoch die gesamte Orangerie mit Strahlern zum leuchten zu bringen. (siehe handy-foto)

orangerie_beleuchtet

noch ein foto

Tja, für den regelmäßigen Park- und Cafe-Besucher mag das etwas komisch wirken, denn wenn man als Anwohner, seinen Park als öffentlichen Raum wahr nimmt, fühlt man sich doch leicht verdrängt und nicht-gewollt.

Genauer

„Da kommen Leute her, die viel Geld bezahlen um die schöne Orangerie zu mieten (bravo, es gehen auch einnahmen an den kinderschutzbund). Dazu dürfen sie sich dann keine eigenen Schnittchen mitbringen, sondern müssen auf eine ganz bestimmte Catering-Firma (Lieferservice eines Feinkostladens in der Nähe!), zurückgreifen. Der kostet bestimmt auch noch mal einen ordentliches Bisschen – jeden falls macht das Unternehmen, Foodservice-Erlöse von insgesamt: 2006 über 10 Mio. €.

Nun sind da aber Faktoren mit eingeschlossen wie: Kinderschutzbund, öffentlicher Raum, Parkbesucher, Anwohner, Kinder, Parkcafe und so weiter. Die könnten einen Veranstaltungsort evtl. unattraktiver machen, für Veranstalter vielleicht zu Menschlich, je-nach-dem.

Trotzdem! Sicherlich hat diese Catering-Firma, für die Orangerie eine Spende an das Kinderhilfswerk abgedrückt und will die Kosten nun wieder einspielen. Das kann bestimmt jeder gut verstehen, solange es sich um ein privates oder unternehmerisches Projekt handelt. Bei öffentlichen Gebäuden, die der Allgemeinheit, also den Bürgern gehört, wird es schwierig.

So jetzt kommt’s. Die Orangerie gehört gar nicht mehr der Öffentlichkeit. Der gesamte Park ging zwar in den Besitz der Stadt Frankfurt über (siehe letzter absatz nach dem klick) was aber scheinbar nicht ganz so geblieben ist. Kann mit Jemand sagen warum?

Das Unternehmen Die Kirche macht sich nach dem 2. Weltkrieg, den öffentlichen Raum zu eigen und hatte wohl auch einen Pachtvertrag bis zum Jahr 2048. (keinen schlechten deal mit der stadt gemacht, wie auch immer.)

Nachdem die sogenannte Gnadenkirche nicht mehr gebraucht wurde, hat das Stifter-Ehepaar Karl und Else Seifried, mit einer Spende von 400.000 €, das Gebäude dem Kinderschutzbund geschenkt. Wie sind die eigentlich an so viel Geld gekommen?

Wenn es nicht gerade darum geht, sein Kreuzchen für die nächste Debakel-Periode zu machen, muss der Bürger draußen bleiben. Was als nächstes kommt bleibt offen aber der Kinderschutzbund wird wohl nicht so schnell an Kundenschwund leiden, wie wir es uns alle wünschen würden. Solange es für Kinder ist, geht es mir dabei gut. Aber, dass der Mayer trotzdem aus niederen Instinkten gehandelt haben könnte, möchte ich heute nicht wiederlegen.“

Ich würde gerne noch mehr erfahren, über die Vergangenheit unseres Günthersburg-Parks und freue mich über jede Anmerkung.

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