Ich gehe durch die Welt, wie/weil sie mir gefällt. Ich lebe und Atme sie ein und aus und inhaliere ihr ganzes Dasein – am liebsten pur. Dann weis ich, dass ich zu ihr gehöre, ein Teil von ihr bin und von ihr beschützt werde.

Wenn ich den Druck der Schwerkraft an meinem Rücken fühle während ich im hohen Graß liege um den Sternenhimmel zu sehen, um mich in ihm zu verlieren bis ich winzig-klein bin. Dann erkenne ich die aggressiven Fratzen hinterm BMW-Lenkrad oder in den hohen Stockwerken des Kapitalismus. Sehe Mütter die mit fünf Fragezeichen um den Kopf ihr Kind betrachten und es lieblos groß ziehen ohne es zu verstehen. Sehe ganze Volksgruppen, die sich lieber die Köpfe einhauen als mit Respekt und Verständnis, auf einander zu zu gehen und zu lernen.

Wo liegt der Reitz, all dies NICHT zu tun, zu sehen? Oder, ist das vielleicht die falsche Frage?

Was ist denn der Sinn des Lebens, wenn ich meine Meinungen und Sichtweisen auf Schlagzeilen-Volumen reduzieren muss damit es überhaupt verstanden und/oder angenommen wird?

Früher hatte man mehr Zeit um Fragen zu beantworten oder zu ergründen. Man hatte aber auch mehr Zeit um überhaupt Fragen zu stellen. Zu Zeiten von Sokrates und Platon war es sogar ein Sport Fragen zu stellen und in detaillierten Diskussion zu lösen – man nannte das dann „Philosophieren“.

Heute braucht man keine Zeit zum Philosophieren. Heute heißt es beispielsweise ganz schlicht „Terrorismusbekämpfung“, während man früher vielleicht noch erkannt hätte, dass sich manche Menschen nicht bevormunden und unterdrücken lassen wollen und ihre Traditionen bewahren wollen. Rücksicht hätte man vielleicht ebensowenig genommen aber man hätte es verstanden. Inzwischen ist es umgekehrt.

Ich muss nun wirklich nichts verkaufen, hier in meinem Blog. Dies ist allerdings ein Text meines neuen Philosophen Rudolf Steiner, den ich gerne weiterempfehlen möchte.

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