Diese dämlichen Kühe mit ihren überdimensionierten Wollmützen, die sie gerade erst gegen ihre überdimensionierten Sonnenbrillen eingetauscht haben. Die haben eine Zeit, dass ist einfach nur unglaublich…

Heute an der Kasse, endlos lange Schlangen, war auch eine dieser überdimensionierten Wollmützen zu sehen, zusammen mit einer kleinen überdimensionierten Wollmütze. Die große schob einen irgendwie vollen Kinderwagen ohne Kind darin. Die kleine schob einen für ihre Größe sehr passenden Einkaufswagen, mit den Waren: Reis, Rettich, Lauch, Bärchenwurst Milch und weiteren langweiligen Sachen…

Endlich an die Reihe gekommen, lässt die Große die Kleine, in aller Seelenruhe, die Waren auf das Band legen. Man kann sehen, wie die Kassiererin sich über diese Abwechselung freut und jedesmal geduldig grinsend auf das nächste langweilige Teil wartet das das Band hochgeschlendert kommt. Der Durchmesser meiner Halsschlagader hatte sich bis jetzt bereits verdoppelt um den dreißigfachen Durchfluss an Blut bewältigen zu können.

Die Kleine ließ zwischendurch auch mal was fallen oder wollte dann doch erst die Bärchenwurst aufs Band legen und nicht den Rettich. Dann hing die Jacke, die Mütze rutschte. Wie das eben so ist, bei kleinen Kindern.

Die dicke Wollmütze jedenfalls stand nur dämlich daneben und wollte am liebsten, dass es gar nicht mehr aufhören möge, so viel Spaß wie ihr süßes kleines Kindchen hier gerade hatte, ach.

Kurz davor zu fragen ob man helfen könne oder ob es sich um einen Stresstest an den übrigen Kunden handle, zückte die Kleine auch schon ihre Kohle um zu Bezahlen. Die Kassiererin indes glotze die reglose, dicke Mütze an, die mit ihrem Blick auf all die süßen Verlockungen, in der Nase bohrte (sah echt so aus…).

Weis jetzt nicht mehr ob es meine Halsschlagader oder mein Fingerzeig war, der die Kassiererin auf die finanzielle Stärke der Kleinen hingewiesen hat. Als ich dann mein Stück Butter bezahlt hatte und nur noch raus wollte war der Ausgang blockiert. Kinderwagen, Einkäufe, Kind, Mutter und der Rest. Also zur Eingangstür raus. Kein Griff da! Fingernägel gezückt, ahh, egal. Geschafft.

Mal ganz ehrlich und ich weis auch das es genug positive Beispiele gibt. Aber jetzt muss ich es mal schreiben:

Zu dumm um aus der Wäsche zu schauen, keine Ausbildung aber Ficken wie die Weltmeister – ohne Verhütung. Muss ja eh alles jemand anderes bezahlen und für eine Abtreibung ist der Geist eh zu schwach. Endlich geiles Leben. Staat und Vater werden schon genug zahlen und als Mutter bin ich ja sowieso, also quasi per se und aus Tradition heraus schon zu bewundern und zu unterstützen – jajaja!

Und wenn ich unzufrieden bin lass ich einfach den Kindsvater nicht rein, so nenne ich Ihn immer, damit er nicht glaubt irgendwas mit mir und meiner Familie zu tun zu haben. Zahlen muss der ja sowieso, hihi.

Jetzt werde ich von allen beschützt, muss nicht selbst arbeiten um Geld zu verdienen und werde nicht bestraft, wenn ich z.B. dem Kindsvater sein Umgangsrecht verspiele indem ich die Tür nicht öffne.

Also ein rundum-sorglos-packet für dumme Mädchen.

DANKE!

[update]

Und wenn Sie unterwegs sind, lassen sie ihre kleinen Engel hinkacken wo sie gerade müssen. Boah ey… Demnächst Boxen sie sich noch, mit ihren Kinderwägen als Rammbock, durch die Fußgängerzone.

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