Le Clique


Am Wochenende hat mich ein Freund aus dem hohen Norden besucht. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen und hatten uns viel zu erzählen.
Er ist inzwischen 38 ledig und wohnt wieder bei seiner Mutter. Da gibt es dann ganz andere Themen über die man spricht – weil ihn ja auch ganz andere Dinge beschäftigen.
Also erzählt er mir, dass ihm seine Mutter einen Hocker in Badezimmer gestellt hat. (Okay? sagte ich in erwartungsvoller Haltung – was jetzt wohl für eine Story kommt?) „Ja“ sagte er weiter „Sie meinte das ich was für meine Sachen brauche, irgendwo müsse ich diese ja ablegen können.“ (Nun habe ich mich schon nicht mehr bewegt und obwohl ich es merkte habe ich auch meinen Mund offen gelassen, aus Angst die gleich kommende Mega-Pointe zu verpassen) Mein Freund weiter: „Was glaubt die denn, dass ich es mir da im Bad gemütlich machen will? Ich habe den einfach wieder raus in den Flur gestellt – und am nächsten Tag stand er dann vor meinem Schuhregal. Sag mal, Bornheim, meinst du die wollte mal ein bisschen reden?“ (…)

Tja, wenn man die Junggesellen dann wegen einer Holden verabschieden muss, sollte das doch ein unvergesslicher Abend werden. Die Mädels haben Ihre schon verabschiedet und das wahr wohl ein recht ruhiger Abend, so einer wo man ganz zum Schluss noch einen Absacker trinken geht und eine dann sagt: ich nehm nenn großen Kakao. Boah ey, was ist denn da los? Nun gut, jetzt sind halt die Jungs dran und wenn Jungs einen unvergesslichen Abend haben wollen, dann muss man es schon mal „ordentlich krachen lassen“ – wie mein Freund Didi das immer so sagt.
Jetzt ist es doch auch immer so, dass der beste Freund, des Abschied nehmenden diesen Abend organisiert. Hmm, der beste Freund ist aber schwul und will nicht so recht abschied nehmen von seinem best-boy. Der wollte es mitten in der Woche vor der Hochzeit machen, sodass unser Patient dann so richtig fertig am Altar stehen müsste. Also nachdem die Mädels von ihrem mega-event heim kamen, hat unser zukünftiger Mann durchblicken lassen, dass er ja damit gerechnet hatte, das wir die Jungs Ihn abholen würden um das mega-event der Jungs durchzuziehen.
Dann haben sich jetzt mal gleich Alle von uns mit eingeschaltet als der wärmste unter uns schon wieder zuschlagen wollte – diesmal an einem Sonntag. Ne ne ne, nenene, so macht das keinen Spaß. Am Montag mit dickem Kopf auf der Arbeit? Wie seht denn Ihr das? Aber ich meine, dass man sich lieber dann besäuft, wenn die Möglichkeit einer privaten Ausnüchterung gegeben ist.

Jetzt würde ich natürlich gerne wissen wie man so einen Abend gestallten sollte. Vorschläge?