Klima


Hört sich ja erst mal schön an: ein Waschmittel, das nur 20°C zum waschen braucht, reduziert den Energiebedarf.

Und was ist mit dem Wasser, muss das jetzt unter den intensiveren Chemikalien leiden?

Es darf ja nicht sein, dass man auf den populären CO2-Zug aufspringt um sein Image zu verbessern und dafür, ganz nebenbei, die Gewässer verschmutzt…

Hat da jemand noch mehr Informationen als nur das leere Marketing und PR-Geschwätz? Würde mich wirklich interessieren.

Denn sollte es wirklich so sein, dass das Wasser genauso stark leidet wie mit dem normalen Waschmittel, dann sollte es doch nur noch dieses geben.

Ist das Ariel-kalt-aktiv-Waschmittel eigentlich teurer als die normalen? Wenn nicht wäre ich fast sprachlos, denn wenn der Verbraucher schon mal etwas mehr ausgeben möchte, weil er etwas für die Umwelt tun will (im Gegensatz zu Unternehmen), dann möchten die Unternehmen meist auch etwas mehr dafür herausbekommen.

Nach dem Prinzip: ich kann zwei Glühbirnen herstellen, eine verbraucht viel und die andere wenig. Die Herstellungskosten sind gleich. Verkaufe ich die Birnen auch für den gleichen Preis? Nicht wenn ich eine Horde gieriger Aktienbesitzer befriedigen muss.

Positiv finde ich aber, dass dadurch verstärkt darüber diskutiert wird, wie heiß Wäsche gewaschen werden muss.

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Unitymedia ist eine Firma, die mir seit ca. einem Jahr, wöchentlich einen Brief schickt. In dem Brief steht mehr oder weniger immer das selbe. Der Betreff „Exklusiv für Sie als Kabelkunde…“ gähnt mich jedesmal an, denn ich lese jeden dieser Briefe. Der Inhalt variiert leicht. Genau gesagt, sind es die angepriesenen Leistungen und Kosten die sich ändern. In mir entsteht die Frage, wie viel Briefe brauche ich noch, damit ich auch Kunde werde und geht das überhaupt, dass man durch eine hohe Penetranz überzeugt werden kann? Bei Frauen funktioniert das manchmal… hmm.

Wie viele Menschen ausser mir erhalten diese Briefe eigentlich auch noch? (Auf der Homepage von denen findet man übrigens noch mal ganz andere Preise…) Scheinbar werden ganz Hessen und NRW von Unitymedia bedient.

Nehmen wir doch einmal an, dass jeder Haushalt in Hessen und NRW wöchentlich einen solchen Brief bekommt. Dann müsste die Rechnung wie folgt aussehen:

(alle Haushalte aus Hessen[2.765.000] und NRW[8.350.000]) * (52 Wochen) = X

11.115.000 * 52 = 577.980.000 Briefe (Werbesendungen)

Diese Summe multipliziert man mit dem Papiervolumen der Werbesendung (Umschlag, Anschreiben[DIN A4], Postkarte und Broschüre). Das sind ca. 20 Gramm.

Also Papiergewicht mal Haushalte: 0,020 kg * 11.115.000 = 222.300 kg Papier (Papierherstellung ist sehr energieintensiev und verbraucht viel Wasser und natürlich Holz als Basis)

Dazu kommen noch der Druck und Farbe (inkl. der Herstellung) und der Transportweg bis zu den Briefkästen. WAHNSINN!!! Kann das jemand ausrechnen?

Nur für das Gewinnen von neuen Kunden, wird tonnenweise CO2 verursacht und somit eine allgemeine Ressource (Unser Aller Atmosphäre, Athemluft, Temperatur, Wetter) verbraucht, ohne auch nur das geringste für die Allgemeinheit zu tun.

Vergleicht man das jetzt mit einem Buchhändler oder Malerbetrieb, dann wird man schnell feststellen, dass diese meistens überhaupt keine Werbung machen und trotzdem Geld verdienen…

FAZIT: DIE NEUE FRAGE MUSS LAUTEN:

Wie viel der allgemeinen Ressourcen, darf ich für meine Ferrari-Angeberei ver(sch)wenden?

Oder sind es am Ende doch die Politiker, die die Entscheidungen für uns treffen sollen, weil wir uns einfach nicht von unseren Farraris trennen wollen?

1. Appell: Unitymedia, bitte tue auch mal was Gutes. Ich kann verstehen das du Geld verdienen musst und du sollst ja auch nicht hungern… Vielleicht kannst du aber ein bischen von deinem vielen Geld in Umweltprojekte stecken, ganz egal wo auf der Welt. Das würde mir helfen dich etwas mehr zu akzeptieren. Und wenn du es sogar schaffen solltest mich durch dein Engagement zu beeindrucken, dann könnte ich dich vielleicht sogar noch lieb gewinnen.

Es ist doch eine gute Idee, mal für 5 Minuten das Licht aus zu schalten. Hätte man ja auch schon wegen der rapide steigenden Stromkosten machen können. Mal sehen wie so ein Stromnetz reagiert, wenn in ganz Deutschland der Strom auf einmal abgeschaltet wird.

Jetzt gibt es jedenfalls gleich mehrere Aktionen die den Bürger dazu verleiten sollen auch mal den Strom abzustellen.

In Deutschland haben sich dafür ein paar große Unternehmen zusammen getan. Und dann gibt es da anscheinend auch noch eine Internationale Aktion [Link geändert, danke Tobi].

[Update: Online-Demo]

Online-Menschenkette gegen neue Kohlekraftwerke:

Stoppen Sie die Klima-Killer!

Die Energiekonzerne wollen 25 neue Kohlekraftwerke bauen. In Neurath bei Düsseldorf entsteht das größte Europas. Wehren Sie sich gegen neue Kohlekraftwerke!

Verstärken Sie mit wenigen Klicks die Online-Menschenkette und kommen Sie – wenn möglich – am 8.12. nach Neurath!

http://www.klima-aktion.de/klima/home

Klimagipfel in Bali 2007



http://www.die-klima-allianz.de


Das findet man wenn man nach „Merkel, Vattenfall“ sucht. Ausgerechnet Vattenfall-Chef Lars Josefsson ist Merkels Klimaberater. Ich hau mich weg! Das zweite Ergebnis ist aber auch interessant, BUND fordert Vattenfall Betriebserlaubnis zu entziehen.

Leider weis ich nicht mehr ganz genau, wie teuer die Energiesparlampen bei IKEA waren bevor die Klimadebatte begann. Aber ich habe den Eindruck, dass sich die Preise seither stark erhöht haben.

Tja und so betrachtet, kann man mit der Klimakatastrophe Geld verdienen machen! Das IKEA (immer noch hypothetisch und steht für alle Birnenverkäufer) hier die Preise anhebt gehört wohl zum Kapitalismus, genauso wie der Verkauf von Tamiflu in Zeiten der Vogelgrippe.

Ich stelle mir lediglich die Frage, ob es sich dann um einen kontraproduktiven Beitrag, zum Nachteil aller Menschen handelt. Denn wenn die Preise für Energiesparlampen steigen, können weniger Menschen ihren CO2-Ausstoß verringern. Beim Klima allerdings sind alle Betroffen und Schuld daran haben eben die Wenigsten.

Das ist doch genauso, als müssten sich die Menschen über eine steile Treppe aus dem Abgrund retten und IKEA stellt die Treppe einfach noch ein bisschen steiler…. oder wie?

Ein schöner Film über den menschlichen Fußabdruck. Leider nur in englisch, dafür aber geeignet für den Englischunterricht.

Ab der 17. Minute geht es auch um die analen Abfälle der Menschen. Also ich esse keine Bohnen mehr…